(© Fischkopp Medien - Tom Neumann)

Farmers erleben die nächste Enttäuschung

American Football Montabaur verliert das Heimspiel gegen das bisher sieglose Schlusslicht Hanau Hornets mit 28:33
Montabaur. Es ist bisher nicht die Saison der Montabaur Fighting Farmers: Die Westerwälder kassierten in der American–Football–Regionalliga Mitte die dritte Niederlage im vierten Saisonspiel – diesmal vor heimischer Kulisse gegen den bisher sieglosen Tabellenletzten Hanau Hornets. Beim 28:33 (14:19) vor 450 Zuschauern blieben die viel zu selten „kämpfenden“ Bauern deutlich hinter den Erwartungen zurück.

Dabei hatte alles so gut begonnen: Gleich die erste Angriffswelle schlossen die Gastgeber mit einem Touchdown ab. Quarterback Ken Mazurek bediente Receiver Christian Günter durch die Luft, und der schnappte sich den Ball akrobatisch mit einer Hand im Fallen. Doch schon beim anschließenden Kick–off kassierten die Grünen einen ersten herben Dämpfer, als Viktor Wrobel den Ball über 90 Yards an allen Farmers vorbei bis in die Endzone trug.
Beide Teams leisten sich in Hälfte eins zahlreiche vermeidbare Fehler. Bei Montabaur ging beim Versuch, den Ball zu punten, der Snap daneben, was Hanau in aussichtsreiche Feldposition brachte. Von dort brauchte Gäste–Quarterback Willie Sheird nur einen Passversuch auf Johannes Röhrig, um die Farmers–Defensive bloßzustellen.Die passende Antwort auf den 7:13–Rückstand? Ein Touchdown erneut von Günter eine Minute vor dem Seitenwechsel. Der Topscorer der Farmers schnappte sich einen Pass von Mazurek und tanzte auf dem Weg in die Endzone einige Gegner aus. Und was machte Hanau? Einen Touchdown 15 Sekunden vor der Halbzeit, diesmal fing Bojan Sobot das Leder in der Endzone. Die 19:14–Halbzeitführung der Hornets war mehr als nur ein erster Fingerzeig. Die waren heiß auf den Sieg – Montabaur nicht.

Das wurde auch gleich nach dem Seitenwechsel deutlich. Quarterback Sheird schickte René Möll per Pass auf die Reise, wieder schauten die Westerwälder nur zu. Einige wenige Akteure der Farmers zeigten Willen. Zum Beispiel Spielmacher Mazurek, der trotz Knöchelverletzung auf die Zähne biss. Oder Sergio de Pilla, der besonders bei den Returns überzeugte. Dazu die Scorer Christian Günter und Philipp Hube, der in der zweiten Hälfte noch zwei Touchdowns erlief, sowie Linebacker Christopher Unger, der starke Szenen hatte. In der Summe aber war das zu wenig. Hanau machte noch einen Touchdown durch Sheird und gewann die Partie am Ende verdient mit 33:28.
„Hanau hat mit Herz gespielt, wir nicht“, sagte Farmers–Headcoach Jochen Strahl. „Wir können als Coaches nur die Fehler ansprechen und im Training daran arbeiten. Umsetzen müssen es die Spieler auf dem Feld.“ Dort versammelten sich die Akteure gleich nach Spielende zu intensiven Gesprächen innerhalb der Mannschaftsteile. Es galt, die Niederlage zu analysieren. Da wurde trotz enttäuschter Gesichter teils rege diskutiert, da floss gar die eine oder andere Träne der Enttäuschung. Jetzt heißt es, schon im nächsten Spiel die passende Antwort zu geben.  



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