Question & Answer Teil 1 – Coaches Edition

Mit der Question & Answer Reihe, die in den nächsten Wochen auf der Farmers–Homepage zu lesen sein wird, wollen wir Euch in diesem Jahr die neuen Männer im Farmers Coaching Staff mal abseits des Rasens ein wenig näher bringen. Der erste Gast auf der Farmers – Couch ist Frank Assmann. Frank trug bereits von 2003 – 2006 als Spieler das grüne Trikot der Kreisstädter und wird sich, zusammen mit Offense Coordinator Sebastian Haas, im Jahr 2012 um die schweren Jungs der Farmers Offense Line kümmern.

Was war Dein Berufswunsch als Kind?

Ich wollte Jet–Pilot werden.

Was ist Deine größte Macke?

Ich bin ein Mensch, der einen hohen Sicherheitsbedarf hat. Das führt dazu, dass ich es manchmal mit der Vorbereitung auf irgendwelche Eventualitäten übertreibe.

Was ist Dein Lieblingsfilm?

Den werden die meisten vermutlich gar nicht kennen. Es ist „Eins–Zwei–Drei“ von Billy Wilder. Ein skurriler und witziger s/w–Film mit James Cagney, Horst Buchholz und Lilo Pulver.

Welche Position würdest Du gerne einmal spielen, wenn die Trainer Dich lassen würden?

Ich wollte nie etwas anderes als O–line spielen. Ich mag es, wenn ich eine wichtige Aufgabe zu erfüllen habe, aber nicht im Mittelpunkt stehe. Außerdem ist es eine Aufgabe, die die Einheit als ganzes leisten muss. Keiner kann alleine glänzen. Man muss sich vertrauen, aufeinander verlassen und im besten Fall blind verstehen. Unser ehemaliger Center nannte uns mal eine autonome Splittergruppe. Das trifft es in meinen Augen am Besten.

Wofür würdest Du Deine letzten 5 Euro ausgeben?

Für meinen Sohn.

Wie bist Du zum Football gekommen?

Durch amerikanische Spielkameraden. Ich stamme aus dem Nordpfälzer Bergland. In grauer Urzeit waren die Familien der Offiziere der Airbase in Ramstein meist außerhalb des Stützpunktes untergebracht. Der Vater eines Kumpels hatte ein Haus an Amerikaner vermietet, und über die Jahre haben wir mit mehreren Jungs Football/Baseball/Rollhockey gespielt. Ende der achtziger Jahre habe ich dann ein/zweimal bei den K´town Warriors mittrainiert. Wegen meines Studiums hat sich das dann aber schnell erledigt. Im Studium hab ich etwas Flagfootball gespielt. Ab 2003 dann aktiv bei den Farmers.

Für welche Teams hast Du schon gespielt?

Ich bin als Footballer ausschließlich für die Fighting–Farmers aufgelaufen.

Was war Dein schönster Moment im Farmers Trikot?

Bei einem Auswärtsspiel in Trier haben wir mit drei O–linern unseren Runnigback von der eigenen 20 yard–Linie in die gegnerische Endzone begleitet. Das war ein schöner Formationsflug. Und der Gesichtsausdruck des RB, als er sich umgedreht hat und wir standen einen Meter hinter Ihm, war unbezahlbar.

Was war Dein schwärzester Moment im Farmers Trikot?

Das war meine erste und letzte Verletzung beim Football. Beim Spiel gegen Kaiserslautern habe ich mir das Sprunggelenk gebrochen und den Knorpel um Fuß zertrümmert. Ich hab dann zwar noch mal probiert wieder einzusteigen, habe aber gemerkt, dass ich kein Zutrauen mehr zu meinen Knochen hatte. Mit 37 Jahren war die Zeit gekommen aufzuhören.

Gegen welches Team würdest Du gerne noch einmal antreten?

Ich hätte das Spiel gegen Kaiserslautern gerne beendet. Ansonsten habe ich keinen Lieblingsgegner. Solange hart aber fair agiert wird, wäre mir jedes Spiel recht.

Welchem Farmer schaust Du am liebsten bei der "Arbeit" zu?

Das ist Mathias Dreser, unser Kicker. Ich finde es beeindruckend, wie akribisch er sich – ohne dass er sich an einer Gruppe orientieren kann – in jedem Training auf die Situationen im Spiel vorbereitet. Außerdem hat er einen binären Job. Held oder Arsch. Da muss man schon ein besonderes Mindset haben.

Wer ist der am meisten unterschätzte Farmer?

Das musst Du unsere Gegner fragen. Ich würde hier niemanden unterschätzen. Das könnte schmerzhaft enden.

Der Spieler, der 2012 durchstarten wird, ist?

Eine Gruppe von Spielern. Mich haben in den bisherigen Trainingseinheiten besonders die Spieler beeindruckt, die aus unserer Jugend in den Erwachsenenbereich gewechselt sind bzw. noch in dieser Saison wechseln werden. Die Arbeit, die unsere Jugend–Coaches leisten kann man nicht hoch genug einschätzen. Das Spielverständnis und die technischen Fähigkeiten sind schon sehr gut ausgebildet. Von den Jungs werden wir diese Saison noch einiges hören.

Die Deiner Meinung nach am stärksten besetzte Positionsgruppe der Farmers?

Das ist schwer zu beurteilen. Ich glaube unsere Stärke ist, dass wir nicht auf die Performance einer besonderen Positionsgruppe angewiesen sind. Außerdem befinden wir uns im Moment in einer Phase der Vorbereitung, in der sich die Spieler intensiv um die Starterpositionen bewerben. Das führt zu Konkurrenzkampf und meines Erachtens auch noch zu weiteren Verbesserungen in jedem Bereich des Spiels. Ich bin gespannt, in welchem Bereich sich die Spieler am weitesten pushen.

Was sind Deine Ziele für 2012 mit den Farmers?

Ich denke, dass wir realistischer Weise auf einen Platz im Mittelfeld zielen sollten. Oberes Mittelfeld wäre schön. Wenn wir es schaffen mit weniger Verletzungen als im Vorjahr zu agieren, sollte uns das auch gelingen.

Weshalb sollten wechselwillige Spieler die Farmers an testen?

Bei uns gilt uneingeschränkt das Leistungsprinzip. Jeder, der zu uns kommt hat die realistische Chance sich schnell ins Team zu arbeiten. Außerdem habe ich es bisher noch nicht erlebt, dass ein neuer Spieler nicht mit offenen Armen begrüßt wurde. Die Ausstattung und der Trainingsbetrieb sind sehr gut organisiert und in meinen Augen auf einem sehr hohen Niveau. Jeder Spieler, der wissen möchte, ob er ein noch besserer Footballspieler werden kann, kann es bei uns herausfinden. Eine Antwort auf die Frage:„Habe ich mein Potential schon ausgeschöpft?“ wird er bei uns erhalten. 



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